Er bringt dreizehn Jahre WESTWIEN-Erfahrung mit, hat Rückschläge weggesteckt und ist nach einer Leihsaison endgültig in Linz angekommen. Fabian Bryslawski steht für kraftvollen Handball aus dem linken Rückraum, für klare Gedanken nach Niederlagen und für ein Verständnis von Sport, das weit über das Ergebnis hinausgeht.
Mit zehn Jahren startet Fabian Bryslawski mit Handball, angestoßen nicht durch Familie oder Freunde, sondern durch eine Volksschullehrerin, die sein Talent erkannt und ihn in Richtung Vereinssport geschubst hat. Bei WESTWIEN findet er schnell seine Rolle und bleibt dem linken Aufbau treu, weil ihm die Position erlaubt, Verantwortung im Spielaufbau zu übernehmen und in den entscheidenden Momenten selbst Lösungen zu finden.
Von 2012 bis 2025 trägt Bryslawski das WESTWIEN-Trikot, eine Zeitspanne, die ihn sportlich wie persönlich prägt, weil man in so vielen Jahren nicht nur Siege sammelt, sondern auch lernt, mit Phasen umzugehen, in denen es nicht läuft. Mit 15 wirft ihn ein Labrumriss in der rechten Schulter aus der Bahn, in der letzten Saison kommt ein Muskelfaserriss im Bauch dazu, doch gerade solche Verletzungen verändern die Perspektive, weil man Geduld lernen muss und merkt, wie viel Arbeit in einem Comeback steckt.
In der vergangenen Saison läuft Bryslawski bereits auf Leihbasis für den HC LINZ AG auf, jetzt wird aus dem Zwischenstopp ein fixer Wechsel, der nicht nur sportlich Sinn ergibt, sondern auch ein klares Signal ist, dass er hier etwas aufbauen will. Wenn er über Handball spricht, geht es ihm nicht nur um Taktik oder Tabellenplätze, sondern um das Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein, die gemeinsam etwas erlebt, und genau deshalb sagt er, dass Handball für ihn mehr als Sport ist, nämlich Gemeinschaft und Emotion.
An sein erstes Spiel im Erwachsenenbereich kann er sich nicht mehr genau erinnern, dafür ist seither zu viel passiert, doch an seinen größten Erfolg erinnert er sich sofort, weil ein Cupsieg als Moment im Kopf bleibt, den man nicht vergisst. Als Vorbild nennt er Mikkel Hansen, weil er die Mischung aus Präsenz, Entscheidungsstärke und der Fähigkeit schätzt, ein Spiel im richtigen Moment an sich zu reißen.
Sein Alltag ist klar getaktet, weil Leistung im Handball nicht nur in der Halle entsteht, sondern in der Summe vieler sauberer Routinen: Aufstehen um neun, um 10:30 Uhr Krafttraining, danach Essen, manchmal ein kurzer Powernap, und um 18 Uhr beginnt das Hallentraining. Am härtesten ist für ihn oft nicht die spektakulärste Einheit, sondern das erste Training nach einer Pause, weil der Körper dann sofort zeigt, was fehlt, und man wieder in den Rhythmus hineinfinden muss.
Er geht ohne besondere Rituale in Spiele, weil er sich lieber auf Vorbereitung und Fokus verlässt als auf feste Abläufe, die sich gut anfühlen, aber nichts garantieren. Nach Niederlagen analysiert er, was er selbst besser machen hätte können, und versucht dann bewusst, das Spiel abzuhaken, weil ständiges Grübeln nichts verändert und nur Energie kostet. Das merkt man auch daran, dass er danach ansprechbar bleibt und nicht in einer Stimmung festhängt, die den nächsten Tag blockiert.
In fünf Jahren sieht er sich im Idealfall im Ausland, und Deutschland nennt er als mögliche Station, weil er dort eine Liga sieht, die Tempo, Physis und Qualität vereint. Für junge Spieler formuliert er das Wichtigste ohne große Reden: den Spaß nicht verlieren, dranbleiben und die eigenen Schritte gehen, auch wenn es zwischendurch nicht so aussieht, als würde alles sofort aufgehen.
Wenn er sich ein Leben ohne Handball vorstellt, landet er gedanklich beim Personaltrainer, und als Ausgleich würde er Tennis spielen, weil ihn die Mischung aus Technik und Duell reizt. Ein fixes Lieblingsessen hat er nicht, nach harten Matches wird es bei ihm meist Huhn mit Reis, weil das schnell geht und funktioniert, und den größten Spaßvogel in der Kabine sieht er bei Zwicki. Bei der Musikauswahl hat er keinen Einfluss, weil der DJ das durchzieht, und wenn er nicht in der Halle steht, versucht er vor allem, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, weil genau das den Kopf frei macht.




