Unser Flügelspieler Nils Moser hat mit dem österreichischen Nationalteam in den letzten Wochen wohl die aufregendsten seiner Handballkarriere bisher erlebt. Bei der Europameisterschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden war unser Links Außen mitten drin statt nur dabei. Am Ende war in der Vorrunde Schluss, die positiven Erinnerung aber bleiben.
Wie war deine erste EURO?
Nils: „Es war einfach unglaublich. Wenn man bedenkt, dass ich letztes Jahr noch in der zweiten Liga gespielt habe und jetzt bei einer EM dabei war, war es zuerst schon etwas surreal. Ich habe versucht, jeden Moment aufzusaugen und gleichzeitig mich voll auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Es war eine riesige Erfahrung für mich.“
Welche Gefühle kommen da in einem hoch?
Nils: „Da ist natürlich extrem viel Stolz dabei, aber auch Dankbarkeit. Man denkt schon kurz darüber nach, wie schnell das alles gegangen ist. Gleichzeitig ist da auch Respekt vor dem Niveau und den Gegnern – aber genau das motiviert mich noch mehr, weiter hart zu arbeiten.“
Was waren die besonderen Momente?
Nils: „Schon das erste Einlaufen mit dem Nationalteam war etwas ganz Besonderes. Auch die Hymne zu hören und das Trikot zu tragen, das sind Momente, die man nicht vergisst. Aber auch abseits vom Feld, mit den erfahrenen Spielern zusammen zu sein und von ihnen zu lernen, war extrem wertvoll für mich.“
Wie schätzt du deine Entwicklung ein, dass du vor einem Jahr noch Challenge gespielt hast und jetzt Nationalteam?
Nils: „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich das vor einem Jahr selbst nicht so erwartet. Es ist schon ein riesiger Schritt in kurzer Zeit. In der Challenge habe ich relativ früh viel Spielzeit bekommen und auch schon Verantwortung übernommen und das hat mir jetzt extrem geholfen. Es zeigt mir, dass sich harte Arbeit auszahlt.“
Wie siehst du deine weitere Entwicklung?
Nils: „Ich will jetzt einfach dranbleiben und nicht nachlassen. Für mich geht’s darum, mich in der Liga weiter zu etablieren, körperlich noch stärker zu werden und mein Spiel weiter zu verbessern. Ich weiß, dass ich noch viel lernen kann und genau darauf freue ich mich.“
Gibt es für dich einen Traumverein, wo du mal hin willst?
Nils: „Einen konkreten Verein habe ich nicht, aber natürlich träumt man davon, irgendwann in einer der Top-Ligen zu spielen. Aber jetzt liegt mein voller Fokus auf Linz.“
Was hat dir beim HC LINZ AG geholfen, dich so weiterzuentwickeln, dass du jetzt im EURO-Kader warst?
Nils: „In Linz habe ich von Anfang an viel Vertrauen bekommen. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Eine Mischung aus Vertrauen und klaren Anforderungen hat mir extrem geholfen, den nächsten Schritt zu machen.“
Welche Dinge werden dir von der EURO ewig in Erinnerung bleiben?
Nils: „Definitiv das erste Mal im Nationalteam-Trikot aufzulaufen und die Hymne zu hören. Aber auch die Stimmung in den Hallen, das hohe Niveau und einfach Teil dieses Teams zu sein – das sind Momente, die ich nie vergessen werde.“




