Vom Pausenhof in Sevnica bis zur Champions League – Leon Gregoric hat seinen Weg früh gefunden. Und wer ihn heute am Kreis sieht, merkt schnell: Da steht einer, der genau weiß, was er tut.
Leon Gregoric ist keiner, der viel Aufhebens um sich macht. Kein großer Showman, kein Lautsprecher. Aber wenn es am Kreis zur Sache geht, ist er da. Robust, clever, immer im richtigen Moment anspielbar – genau der Spielertyp, den jede Mannschaft braucht. Begonnen hat alles mit zehn Jahren in Sevnica. Nicht wegen großer Pläne, sondern ganz einfach, weil seine Freunde Handball gespielt haben. „Ich habe mich ihnen einfach angeschlossen“, sagt er. Und geblieben ist er bis heute. Schon damals war klar, wo er hingehört: an den Kreis. Eine Position, die nicht jeder spielen will – viel Körperkontakt, wenig Glamour. Für Gregoric genau das Richtige. Sein Weg führte ihn früh weiter: Mit 13 ging es zu RK Celje, einem der Topvereine in Slowenien. Dort entwickelte er sich weiter, wurde später nach Maribor verliehen und kehrte schließlich zurück nach Celje. Zwei Jahre spielte er dort auf höchstem Niveau – inklusive Einsätzen in der Champions League. „Das war sicher mein größter Moment bisher“, sagt er. Der nächste Schritt führte ihn nach Linz.
Arbeiten, lernen, besser werden
Was man Gregoric sofort anmerkt: Er nimmt seinen Job ernst. Ein typischer Tag beginnt für ihn oft schon mit Krafttraining am Morgen, danach Essen, Regeneration – und am Abend wieder Training in der Halle. Dazwischen auch mal ein Kaffee, ein bisschen Abschalten, vielleicht ein Videospiel. Aber im Grunde dreht sich vieles um Handball. Was ihm der Sport gegeben hat? „Disziplin und Geduld“, sagt er. Und genau das sieht man auch auf dem Feld. Nach Niederlagen ist für ihn klar, wie es weitergeht: Spiel anschauen, analysieren, besser werden. Kein großes Drama, sondern ein klarer Plan.
Bodenständig und klar im Kopf
Trotz seiner Erfahrung – von Jugend über internationale Einsätze bis zur Champions League – ist Gregoric am Boden geblieben. Große Rituale vor Spielen? Fehlanzeige. Er hält es einfach. Vor dem Spiel läuft bei ihm oft Balkanmusik, nach dem Spiel darf es dann auch mal ein Burger oder eine Pizza sein. Und wenn er nicht in der Halle steht, verbringt er seine Zeit gerne entspannt mit Freunden. Auch im Team ist er mittendrin. Wenn es um Spaß geht, nennt er sofort einen Namen: „Jadranko Stojanović.“ Die Kabine, das Miteinander – das gehört für ihn genauso dazu wie das Spiel selbst. Und eines ist für ihn klar: Handball bleibt. „In fünf Jahren sehe ich mich immer noch im Handball.“ Ob als Spieler oder vielleicht irgendwann als Trainer – der Weg wird weitergehen. Und ziemlich sicher wieder über den Kreis führen.
Wordrap mit Leon
Training ist für mich der schönste Teil des Tages.
Vor einem Spiel brauche ich gutes Essen
Mein größter Handball-Crash war eine Knieverletzung
Mein Spitzname in der Mannschaft Grgi
Ohne das könnte ich nicht leben ohne gutes Essen
Mein geheimes Talent abseits vom Handball sind meine Tanzmoves
Mein größter Fanmoment ein Champions-League-Spiel gegen Barcelona vor ausverkaufter Halle.
Im Training hasse ich am meisten zu viel Laufen
Handball in drei Worten? Ehre, Arbeit, Kampf
In der Mannschaft bin ich bekannt für meine gute Abwehrarbeit
Wenn ich ein Superheld wäre, hätte ich die Superkraft unsichtbar zu sein
Meine Spieler würden sagen, ich bin lustig
Am liebsten würde ich einmal gegen meinen besten Freund Mitja Janc spielen
Der peinlichste Moment in meiner Karriere als ich mir das Knie verletzt habe




