Unser Sportdirektor Max Hermann und Zwillingsbruder und Ex-HC LINZ AG-Shooter Alex Hermann haben ein spannendes Jahr hinter sich. Mit mehreren Trips in die USA inklusive US-Meistertitel.
Alexander und Maximilian Hermann haben ihre aktive Handballkarriere 2023 beendet. Mit dem Sport verbunden geblieben sind die beiden trotzdem – und jetzt haben sie ihre Karriere noch einmal aufleben lassen: für LA Handball in den USA.
Alles hat mit einem Kommentar begonnen. Die Zwillinge verfolgen seit Jahren die Videos von Lewis Howes, einem der bekanntesten Podcaster und Bestsellerautoren der USA, der neben seiner Medienkarriere auch Präsident von LA Handball ist. Ein Kommentar unter einem seiner Handball-Videos brachte die Brüder mit ihm ins Gespräch – und schon bald kam die Frage, ob sie nicht für LA spielen wollen.
Das erste Turnier fand im Dezember 2025 in Denver statt. Von Glamour keine Spur: Die Zwillinge spielten in einer Halle mit vier nebeneinander aufgebauten Feldern, die kleiner als reguläre Spielfelder waren, und ohne Garderoben. Dass Handball in den USA so gut wie unbekannt ist, war schnell klar. Direkt nebenan spielten Kinder Fußball und Familien Pickleball. Trotzdem stand der Auftaktsieg. Schon hier zeichnete sich New York, ein Team mit zahlreichen dänischen Spielern, als großer Rivale um den Titel ab.
Das nächste Kapitel spielte sich in einer völlig anderen Welt ab: In Los Angeles wohnten die Brüder in der Villa von Lewis Howes und trafen Persönlichkeiten, die man sonst nur aus sozialen Medien kennt, unter anderem bei einem privaten Jazzkonzert. „Das kennt man sonst nur aus dem Fernsehen. Bei Lewis zu wohnen und diese Leute zu treffen war schon speziell“, erzählen die Zwillinge. Sportlich lief es nicht weniger eindrucksvoll: Auch dieses Turnier gewannen sie und sicherten sich damit den Titel als US-Meister 2026.
Kaum zu glauben ist dabei, mit wem die Brüder da eigentlich auf dem Feld standen. In ihrer Mannschaft liefen ehemalige Spieler wie Viran Morros, Martin Strobl, Tobias Reichmann, Vid Kavticnik und Dalibor Doder auf . In Los Angeles kam noch Michael Kraus und in Querétaro Michael Damgaard dazu. Sportler, die gemeinsam jeden großen Titel im Handball gewonnen haben. Und mit Morten Olsen als Trainer stand auch an der Seitenlinie ein Name, den jeder kennt, und der Handball wirklich verstanden hat. „Wenn du so einen Trainer hast, hast du eigentlich schon gewonnen“, schmunzeln die Zwillinge.
Weiter ging die Reise nach Querétaro, Mexiko, zur nordamerikanischen und karibischen Meisterschaft. Wieder eine neue Kultur, wieder im Finale New York als Gegner. Die Hermann-Zwillinge setzten sich erneut durch und holten sich mit LA Handball den Titel als nordamerikanische und karibische Meister.
Ende September nimmt LA Handball damit auch am IHF Super Globe, der Club-Weltmeisterschaft, teil.
„Das war ein Abenteuer, das mit einem Kommentar begann und uns an der Seite ehemaliger Handball-Stars quer durch die USA und nach Mexiko geführt hat“, so die Zwillinge. Fest steht schon jetzt: Auch nächste Saison wollen Alexander und Maximilian Hermann wieder für LA Handball auflaufen.











